NASA Goddard - Greenbelt
Case Study NASA Goddard - Greenbelt

Vorbereitungen für das letzte Hubble-Rendezvous

Leica Geosystems Laser Tracker sorgt für "Reality Check" bei der Teileausrichtung durch die NASA

Beim Begriff "NASA" denken wir wohl alle an bemannte und unbemannte Missionen zum Mond und darüber hinaus. Doch die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde hat auch noch andere Aufgaben. Eine davon ist es, alles, was von der NASA in eine niedrige Erdumlaufbahn befördert wird, am Ende seiner Lebensdauer wieder sicher zurück zur Erde zu holen. Ursprünglich auf eine Nutzungsdauer von 20 Jahren ausgelegt, gingen die Wissenschaftler davon aus, dass das Weltraumteleskop Hubble ohne Reparaturen innerhalb der nächsten Jahre den Dienst quittieren würde. Nach jahrelangen Überlegungen und großem Engagement der Öffentlichkeit für die Rettung des populären Teleskops, hat die NASA schließlich eine fünfte und letzte Shuttle-Mission zum Hubble angekündigt. Die aus sieben Astronauten bestehende Crew der "Servicing Mission 4" wird das Observatorium im September 2008 ein letztes Mal instand setzen. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1990 hat das Teleskop über 750.000 Bilder aus dem All an die Erde übermittelt und damit entscheidende Beiträge für die moderne Astronomie und Weltraumforschung geleistet.

Durch die geplante Verjüngungskur wird sich die Stilllegung des Weltraum-Observatoriums bis 2013 hinauszögern lassen. Bis dahin macht sich die NASA Gedanken über das Schicksal des Teleskops nach seiner Außerdienststellung. Auf der Grundlage ausführlicher Untersuchungen ist die Weltraumbehörde zu dem Ergebnis gelangt, dass das Hubble eigenständig höchst-wahrscheinlich nicht vor dem Jahr 2020 wieder in die Erdatmosphäre eintreten würde. Im NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, werden daher Vorbereitungen für die Rückholung des Teleskops getroffen. Das 13 Tonnen schwere Hubble umkreist die Erde in 590 Kilometern Höhe und verfügt interessanterweise über keinerlei Antriebssystem. Die NASA erarbeitet einen Plan zur autonomen Ankopplung eines neuen Shuttles oder eines unbemannten Raumfahrzeugs an das Teleskop, um den erforderlichen Schub in Richtung Erde zu erzeugen. Als Zielort für die Landung wird ein unbewohntes Gebiet im Pazifik anvisiert. Während ein geplantes Rückholmodul für das Hubble nun doch nicht realisiert werden kann, wird die Suche nach geeigneter Sensortechnologie und die Entwicklung einer Anbauvorrichtung mit Hochdruck voran-getrieben. Diese Vorrichtung wird während der Servicing Mission 4 am Teleskopende
angebracht. . . . . 



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