IVB - Innsbruck
Case Study Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH (IVB)

Höchste Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr

Um eine gesicherte Datengrundlage der Drehgestelle der neuen Trambahnen zu erhalten, hat die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH einen ROMER Absolute Arm angeschafft. Der mobile Messarm gibt den Tirolern nicht nur Sicherheit bezüglich ihrer Garantieansprüche, sondern überzeugt auch mit seiner hohen Messgenauigkeit und einfachen Bedienbarkeit.

Mit fast 50 Millionen Fahrgästen jährlich gehört die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH (IVB) zu den größten Unternehmen Österreichs im öffentlichen Personennahverkehr. 600 MitarbeiterInnen sorgen dafür, dass der Transport der Passagiere auf den 30 Linien innerhalb des ca. 341 km langen Streckennetzes zuverlässig und sicher verläuft. Denn pro Jahr legen die 160 modernen Mercedes Citaro Busse sowie die 32 neuen Trambahnen vom Typ Bombardier Flexity Outlook Cityrunner etwa 8,5 Millionen Kilometer in und um Innsbruck zurück.

Sämtliche Unfallreparaturen, Wartung, Instandhaltung und auch die gesetzliche Überprüfung aller Fahrzeuge werden in einem beeindruckenden Werkstattkomplex mit Blick auf die gebirgige Nordkette durchgeführt. Um auch in ‚Notfällen’ einsatzbereit und handlungsfähig zu sein, ist die Werkstatt mit ihren 100 Mitarbeitern von Montag bis Sonntag nahezu rund um die Uhr besetzt. Innerhalb des Trambahn-Teams sticht sofort ein inmitten eines Drehgestells platzierter Messarm ins Auge. „Wir verfolgen mit dem vor gut einem Jahr angeschafften ROMER Absolute Arm das Ziel, Veränderungen am Drehgestell erkennbar zu machen“, erläutert Helmut Egger, stellvertretender Werkstatt-Leiter der IVB. „So wie das Drehgestell gebaut ist und wie es gemessen werden kann, stellt der Messarm für uns nicht nur die beste, sondern wohl auch einzige Alternative für die Vermessung dar“.

Umfangreiche Erstvermessung
Ausgangspunkt für die Investition in das Messsystem war ein schwerer Unfall der in den Jahren 2008 bis 2011 in Betrieb genommenen neuen Trambahnen. Dabei konnten die Tiroler im Anschluss nicht mit 100%-iger Sicherheit klären, ob das Drehgestell beschädigt wurde. Selbst als die Einheit, die den Wagenkasten trägt und den Antrieb – Fahrmotor und Getriebe – beinhaltet, zu Bombardier zur Untersuchung geschickt wurde, konnte die Frage nicht abschließend beantwortet werden. Mit der Anschaffung des Messarms haben die IVB nun eine Entscheidungsgrundlage zur Beurteilung von Verformungen des Drehgestells.

Um die nötigen Daten zu erhalten, erfolgt zunächst die Erstvermessung aller 99 Drehgestelle. Jede Tram hat drei Drehgestelle, hinzu kommen drei Reserve-Einheiten. Die Vermessung wird beim Wechsel der Radreifen durchgeführt, der nach einer Laufzeit von zwei bis drei Jahren anfällt. „Während die Vermessung des Drehgestells inklusive Aufbau und Protokollierung drei Stunden dauert, brauchen wir zuvor für die gesamte Aufarbeitung der Einheit mehrere Tage. Denn das Drehgestell muss gereinigt sowie die Radreifen gewechselt werden“, berichtet Helmut Egger. „Nach der Messung bauen wir das Drehgestell schnell wieder in ein Fahrzeug ein, denn wir haben nur wenige in Reserve. Deshalb ist hier höchste Effektivität gefragt...



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