ESO Very Large Telescope (VLT) - Paranal
ESO Very Large Telescope (VLT) - Paranal

Das Very Large Telescope der ESO in Chile

Im Februar 2001 öffnete die Menschheit ein neues Auge ins Universum: das grösste optische Teleskop der Welt VLT. Seither helfen weitaus bessere Bilder, neue Einsichten zu gewinnen. Die Ursachen dieser höheren Auflösung liegen auch in der Präzision des Baus und der Montage der Konstruktionselemente, wozu Vermessungsfachleute entscheidend beigetragen haben. Sie setzten dazu Technologie von Leica Geosystems ein. Das ESO Very Large Telescope (VLT) des Observatoriums Paranal in Atacama, Chile, ist das grösste und modernste optische Teleskop der Welt. Dieses Teleskop der ESO (European Organisation for Astronomical Research in the Southern Hemisphere) wurde in den Anden von acht europäischen Nationen errichtet.

Es umfasst vier 8,2 Meter Spiegelteleskope und mehrere 1,8 Meter Hilfsteleskope, deren Lichtstrahlen im VLT-Interferometer kombiniert werden können. Mit seiner unübertroffen hohen Auflösung und grossen Grundfläche kann das VLT Licht von den entferntesten Orten des Universums empfangen. Das Paranal-Observatorium wurde in Nordchile auf dem Cerro Paranal-Gipfel in der Atacama-Wüste errichtet, welche als die trockenste Gegend der Erde gilt. Der 2635 Meter hohe Berg liegt etwa 120 km südlich der Stadt Antofagasta und ist 12 km von der Pazifikküste entfernt. Der Paranal wurde ausgewählt, weil er ausgezeichnete atmosphärische Bedingungen bietet und weit entfernt von Siedlungen und menschlichen Aktivitäten liegt, welche mit Licht und Staub die Sichtbarkeit des Universums beeinflussen. Für den Bau dieses astronomischen Forschungszentrums war die modernste Technologie erforderlich. Deshalb wurden zur Ausrichtung und Justierung der grossen Bauteile Instrumente von Leica Geosystems eingesetzt. Industrie-Theodolite vom Typ Leica TM5100A und Laser-Stationen der Serie Leica TDA5005 sicherten höchste Präzision. Für Beratung und Service war die chilenische Generalvertretung von Leica Geosystems, Cientec Instrumentos Cientificos S.A. aus Santiago zur Stelle.

Von Gabriel Garland



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