Airbus - Toulouse
Case Study Airbus - Toulouse

Airbus A380: Die Montage ist eine gewaltige Herausforderung

Der A380 ist das modernste, geräumigste und leistungsfähigste Zivilflugzeug aller Zeiten. Airbus brachte ihn im Dezember 2000 auf den Markt und nennt ihn das „Flaggschiff des 21. Jahrhunderts“. Das Flugzeug wurde in enger Zusammenarbeit mit den großen Fluggesellschaften, den Flughäfen und Flughafenbehörden und anderen Dienststellen entwickelt.

Ausgerüstet mit modernster Technologie, was Materialien, Systeme und industrielle Verfahren angeht, erfüllt der A380 die strengsten internationalen Anforderungen für die Zulassung. Die europäischen Airbus-Standorte in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und in Spanien sind an der Entwicklung und Fertigung der Maschine beteiligt.

Der Standort Jean-Luc Lagardère in Toulouse ist speziell für den A380 ausgelegt: Dort laufen alle Bauteile für die Montage des Flugzeugs zusammen. Die Montagestraße des jüngsten Airbus ist in mehrere Einheiten aufgeteilt. Die Einheit 1 ist mit der Montage der tragenden Teile des Flugzeugs befasst. Die Einheit Nummer 2 führt Tests und Versuche am montierten Flugzeug aus und übernimmt die Montage der Motoren. Die dritte Einheit nimmt die Tests im Freien vor, die das Flugzeug für den ersten Flug vorbereiten.

Die Station 40 der Einheit 1 ist für die Endmontage des Flugzeugs verantwortlich (Segmente und Tragflächen). Dafür werden alle Elemente(Segmente/Tragflächen) miteinander abgeglichen. Schließlich muss die Flugzeuggeometrie, wie sie vom Entwicklungsbüro vorgegeben wurde, eingehalten werden. Das Projekt für die Montage des A380 wurde 1998 begonnen. Zahlreiche neue Herausforderungen mussten gemeistert werden: die außergewöhnlichen Ausmaße der Segmente, die ovale Form des Flugzeugs (kreisförmig bei den anderen Programmen), Rumpfsegmente mit zwei Decks, etc. Außerdem sollten die Rahmen, die bis zum Programm des A340 als Bezugssystem verwendet wurden, ersetzt werden. Diese Rahmen mussten sehr exakt sein, um die Montage des Flugzeugs zu ermöglichen, und sie mussten regelmäßig überprüft werden, denn der Rahmen selbst garantierte die richtige Position der Segmente im Raum. . . . .



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